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Newsletter

Juli 2018

• Normierung einer Vitamin C Methode
• Neuer Vertriebsstandort Berlin
• Brillengestelle, Modeschmuck und Nickel
• Kirschen - Einfuhrverbot Frankreich
• Standorterweiterung Hameln
• Themenserie Superfoods: Moringa

 

Liebe Leserinnen & Leser,

wir freuen uns, Sie zum 50. Mal mit unserem Newsletter zu begrüßen und Sie über aktuelle Geschehen bei der GBA sowie rund um die Laborbranche auf dem Laufenden zu halten. Besonders freuen wir uns über das persönliche Gespräch mit Dr. Frank Schütt. Als Obmann der §64-Arbeitsgruppe Vitamine & Carotinoide erzählt er uns in einem Interview, dass eine neue Normierung auf dem Weg in die Labore ist. Außerdem stellen wir in diesem Newsletter Informationen zum französischen Einfuhrverbot von Kirschen bereit und schauen genauer auf die Moringa-Pflanze. Zusätzlich sind wir nun noch besser für Sie erreichbar, da wir einen neuen Vertriebsstandort in Berlin eröffnet haben. 

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!
Ihre GBA Gruppe

 
 

Interview: Normierung einer Vitamin C-Methode

Im Interview mit Dr. Frank Schütt, GBA Gruppe

Vor einigen Jahren wurde die genormte Methode zur Bestimmung von Vitamin C zurückgezogen. Dadurch standen die La­bore vor der außergewöhnlichen Situ­ation, keine standardisierte Methode für das Vita­min C zur Verfügung zu haben. Eine Normierung ist wichtig, um Ana­lysen national und international vergleich­bar zu machen. Deshalb hat sich die § 64-Arbeitsgruppe Vitamine & Caroti­noide ent­schlossen, eine neue Vitamin C-Methode zu normieren. Wie es dazu ge­kommen und die Arbeits­gruppe vorge­gangen ist, erklärt Dr. Frank Schütt in einem Interview.

Warum wurde der Plan gefasst, eine Vitamin C-Methode zu normieren?

Die über lange Jahre geltende Vitamin C-Normmethode (§ 64 LFGB L 00.00-85/­DIN EN 134130) wurde vor einigen Jahren zurückgezogen, da sie den An­sprüchen einer Norm­methode nicht mehr gerecht wurde. In der Folgezeit ergab sich die äußerst ungewöhnliche Situation, dass keine Normmethodik zur Ana­lyse von Vitamin C zur Verfügung stand. Dies gab es im Bereich der Vitamin­analytik vorher nicht. Nachdem sich herausstellte, dass es auf euro­päischer Ebene keine Initiative geben würde, eine neue Me­thode zu normieren, fasste die § 64-Arbeitsgruppe Vitamine & Carotinoide den Beschluss, eine Normierung auf den Weg zu bringen.

Warum ist eine Normierung bedeutsam? Hätte man nicht weiterhin ohne eine Vitamin C-Normmethode arbeiten können?

Analytische Methoden werden normiert, damit die Vergleichbarkeit von Ana­lyseergebnissen der verschiedenen Labore gewährleistet wird. Dies ist bei der Erstellung und Überprüfung von Spezifikationen im nationalen und interna­tionalen Handel von großer Bedeutung. Ebenfalls wichtig ist es bei der Über­prüfung und rechtlichen Beurteilung von Proben, die von der amtlichen Über­wachung analysiert werden. Sowohl die Wirtschaft als auch die Behörden haben ein großes Interesse daran, auf Normmethoden zurückzugreifen. Diese sind im Detail beschrieben und haben ihre Eignung in eigens dafür durch­geführten Ringversuchen bewiesen. Dadurch werden sie bei möglichen Rechts­streitigkeiten als Referenz anerkannt.

Wie läuft eine Normierung im Detail ab?

Am Anfang steht eine Methode, die nach Prüfung der Kenndaten das Potenzial zur Normierung hat. Diese kann aus dem Kreis der Arbeitsgruppenmitglieder oder auch von außen stammen. In unserer Arbeitsgruppe wurde eine Methode für geeignet gehalten, die in den Forschungslaboren eines großen Konzerns entwickelt wurde. Im An­schluss wurde eine vorbereitende Laborvergleichs­untersuchung organisiert, die noch nicht alle Erfordernisse an einen Methoden­ringversuch erfüllen musste. Aus diesen Ergebnissen ließ sich beurteilen, ob die ausgewählte Methode tatsächlich geeignet ist, um sie in das Normie­rungsverfahren aufzunehmen. Im letzten Jahr konnten wir diese vorbereitende Laborvergleichsuntersuchung abschließen. Da die Ergebnisse dieser Unter­suchung sehr vielversprechend waren, wurde das Normierungs­verfahren mit der Organisation des Methodenringversuches weiter­geführt. Die jetzt vorliegenden Resultate lassen erwarten, dass das Normierungsverfahren erfolgreich abge­schlos­sen werden kann. Dazu muss allerdings noch eine sehr ausführliche statistische Bewertung vorgenommen werden. Abschließend sind umfangreiche redaktionelle Arbeiten notwendig.

Wann kann mit der Veröffentlichung der Methode gerechnet werden?

Wenn alle ausstehenden Arbeiten sehr schnell abgeschlossen werden können, bis Ende des Jahres. Vermutlich wird es aber eher bis zum Frühjahr 2019 dauern, bis die Methode in der § 64-Normmethodensammlung veröffentlicht ist.

Wie funktioniert die Vitamin C-Referenz Methode?

Vitamin C (Ascorbinsäure und Dehydroascorbinsäure) wird mit Trichlor­essigsäure-Lösung, unter Zusatz von TCEP (Tris-[2-carboxyethyl]phosphine) zur Reduktion von Dehydroascorbinsäure, aus der Probenmatrix extrahiert. Die Messung erfolgt mittels RP-HPLC mit UV-Detektion.

Was ist der Unterschied zur früheren Methode? Wo liegen die Vorteile?

Die Methode umfasst nur wenige Arbeitsschritte und ist mit klassischer Technik durchführbar. Der Hauptunter­schied und Vorteil der neuen Methode liegt im Reduk­tionsagens TCEP, da dies nicht nur die Dehydroascorbin­säure zu Ascorbinsäure reduziert, sondern die Ascor­binsäure auch sehr gut stabilisiert. Somit kann ein Abbau innerhalb der Dauer der Analyse vermieden werden. Dies ist insbesondere bei der Analyse langer Probenserien von großem Vorteil.

Kann diese Methode von jedem Labor gleich angewendet werden?

Wie bei jeder analytischen Methode, auch bei jeder Normmethode, ist die Er­fahrung eines Labores von sehr großer Bedeutung. Dies gilt vor allem bei der Analytik von Vitaminen, die besondere Herausforderungen an die analytische Kompetenz eines Labores stellt. Die GBA Gruppe kann in diesem Bereich auf mehr als 15 Jahre analytische Erfahrung und die intensive Mitarbeit in Nor­mierungs- und Fachgruppen zurückblicken.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema und der Vitamin C-Methoden haben, können Sie sich jederzeit an die GBA Gruppe wenden. Wir stehen Ihnen gerne mit weiteren Informationen zur Verfügung.

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH
Herr Dr. Frank Schütt
Tel.: +49 (0)40 797172-0

 
 

Neuer Vertriebsstandort in Berlin


Wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass die GBA Gruppe seit Mitte April auch in Berlin vertreten ist. Mit der Absicht die Dienstleistungen im Bereich der Umweltanalytik flexibler, schneller und individueller auf die jeweiligen Kun­den­bedürfnisse anzupassen, hat die GBA Gruppe einen weiteren Standort in Berlin eröffnet.

Durch die Standorterweiterung steht Ihnen die GBA ab sofort neben allen beraten­den Tätigkeiten zur Umweltanalytik auch für die Probenahme und Proben­logistik direkt und per­sönlich vor Ort zur Verfügung. Mittels der schnellen sowie zuver­lässigen Pro­ben­logistik gewährleistet die Gruppe von Anfang an einen reibung­losen Ablauf und stellt zusätzlich sicher, dass Ihre Proben nicht nur um­fassend und qualitativ hochwertig, sondern auch schnell und termingetreu bearbeitet werden.

Sollten Sie Fragen zu dem Standort in Berlin oder dem erweiterten Dienstleistungsangebot der GBA Gruppe im Bereich Umwelt haben, dann kontaktieren Sie gerne

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH
Standort Berlin
Herr Michael Naggert
Tel.: +49 (0)30 82099 62-29
Mobil: +49 (0) 173 8894189

 
 

Über Brillengestelle, Modeschmuck und Reißverschlüsse

von Dr. Sven Steinhauer, GBA Gruppe

Hatten Sie schon einmal eine allergische Reaktion auf ein Brillengestell oder Modeschmuck? Falls nicht, dann zählen Sie wohl nicht zu den Menschen, die auf Nickel reagieren. Die Produktion von Modeschmuck, Brillengestellen, Knöpfe und Verschlüsse mit nickelfreisetzenden Legierungen sind aufgrund dieser Nickeldermatitis (siehe NL Feb 2017) ) in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Neben dem allergieauslösenden Potential wird aber auch vermutet, dass das metallische Nickel krebserregend ist.[1] Der Gesetzgeber sieht deshalb in verschiedensten Verordnungen und Gesetzen eine Über­wachungspflicht vor. Als Spurenelement ist Nickel wiederum für Pflanzen, Mikroorganismen und auch den Menschen wichtig. 

Nickel – ein chemisches Element

Nickel ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ni und der Ordnungs­zahl 28. Es zählt zu den Übergangsmetallen und steht mit Palladium und Platin in der 10. Gruppe des Periodensystems. In der Natur liegt es meist in Form von Sulfiden vor. Nickel befindet sich in der Erdkruste mit einem Gehalt von etwa 0,008 %.

Die Hintergrundgehalte im Boden schwanken von <20 mg/kg bis hin zu > 100 mg/kg, wobei hier von einer anthropogenen Belastung auszugehen ist. Die nord­deutschen Tiefebenen sind deutlich weniger belastet als der Westen und Süden Deutschlands. Eine Übersichtskarte über die Belastungen mit Stand 1999 wurde vom Institut für Länderkunde 2003 veröffentlicht.[2]

Emissionen stammen aus der metallverarbeitenden Industrie, welche zu lokal begrenzten Bodenbelastungen führen. Durch Verbrennungsprozesse gelangt Nickel zum größten Teil mit dem Feinstaub in die Luft. Die Verbrennung fossiler Brennstoffe in Straßenverkehr und Kraftwerken sowie durch Müllverbrennungs­anlagen zählen dabei zu den häufigsten Verursachern. Für Nickel gilt seit dem 1.1.2013 europaweit ein Zielwert von 20 Nanogramm pro Kubikmeter Luft (ng/m³) als Jahresmittelwert. Dieser Zielwert wurde seit 2007 insgesamt 13 Mal an vier industrienahen Messstationen überschritten. Im städtischen und ländlichen Bereich liegen die Werte durchschnittlich bei < 2 ng/m³.

In sauren oder auch sandigen Böden steigt die Verfügbarkeit des partikulär im Feinstaub gebundenen Nickels und es kann so auch leicht in das Grundwasser gelangen.

Da bei Nickel immer von lokalen Emissionen auszugehen ist, können diese nur über eine flächendeckende und kontinuierliche Untersuchung entdeckt werden. Nickel als Parameter der Klärschlammverordnung (AbfKlärV), der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV), der Deponieverordnung (DepV) oder auch in der LAGA M20 TR Boden tragen diesem Umstand Rechnung.

Nickel wird als Metall nur in verhältnismäßig geringen Mengen benötigt. Gegenwärtig werden weltweit jährlich etwa ca. 2,1 Million Tonnen pro Jahr gefördert. Größte Produzenten sind die Philippinen, Russland, Australien, Kanada, Neukaledonien und Indonesien.[3] Die größte Anwendung ist die Produktion von nicht rostenden Stählen und Nickellegierungen. Neben der Korrosionsbeständigkeit wird die Härte, Zähigkeit und Duktilität der Stähle erhöht. Der Edelstahl V2A z.B. enthält 8 % Nickel.

Die GBA führt seit Jahrzehnten Untersuchungen in den verschiedensten Matrices durch und kann Ihnen eventuell aufkommende Fragen zu diesem oder anderen Themen der Umwelt- und Lebensmittelanalytik beantworten. Sollten sie Fragen haben, dann kontaktieren Sie Ihren persönlichen Ansprechpartner bei der GBA Gruppe oder

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH
Herr Dr. Sven Steinhauer
Tel.: +49 (0)40 797172-0

 

Literatur:
[1] umweltbundesamt.de/nickel-im-feinstaub#textpart-2; Stand 14.06.2018
[2] Jörg Völkel, Bodenbelastung durch Schwermetalle, Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland - Relief, Boden und Wasser, Herausgegeben von Leibniz-Institut für Länderkunde, 2003, 12-113
[3] minerals.usgs.gov/minerals/pubs/commodity/nickel/mcs-2018-nicke.pdf; Stand 14.06.2018

 
 

Dimethoat in Kirschen – Einfuhrverbot Frankreich

von Mareen Lehmann, GBA Gruppe

Frankreich hat in den letzten zwei Jahren die Einfuhr von Kirschen aus EU- und Drittstaaten verboten, in denen die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln mit Dimethoat erlaubt ist. Das Verbot gilt für Österreich, Kroatien, Rumänien, Kana­da und USA. Andere EU-Mitgliedsstaaten dürfen weiterhin Kirschen nach Frank­reich exportieren, da hier die Anwendung von Dimethoat bereits unter­sagt ist. Dies müssen die Länder durch ein offizielles Schreiben der Behörden nachweisen.[1] Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittel­sicherheit (BVL) ist dem nachgegangen und hat auf seiner Internetseite eine Fachmeldung veröffentlicht, die den französischen Behörden oder Geschäfts­partnern als entsprechender Nachweis dienen soll. In dieser Fachmeldung wird vom BVL bestätigt, dass in Deutschland seit 2016 keine dimethoathaltigen Pflanzenschutzmittel mehr für die Anwendung in Kirschen zugelassen sind. Nach diesem Beschluss gab es keine Übergangs- oder Aufbrauchfristen.[2]

Die GBA Gruppe führt die Analytik von Pflanzenschutzmitteln bereits seit vielen Jahren sowohl im Lebensmittel- als auch im Umweltbereich durch und steht Ihnen diesbezüglich gerne als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie hierfür Ihren persönlichen Kundenbetreuer oder

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH
Frau Stefanie Riechers
Tel.: +49 (0)40 797172-0

 

Literatur:
[1] Deutscher Fruchthandelsverband e.V., Newsletter „aktuell“ 5/2018, Stand 01.06.2018
[2] bvl.bund.de/DE/04_Pflanzenschutzmittel/ 06_Fachmeldungen/2018/2018_06_01_Fa_Dimethoat_Kirschen .html, Stand 01.06.2018

 
 

Standorterweiterung Hameln


Die GBA Gruppe hat den Standort in Hameln innerhalb von vier Monaten umgebaut, um dadurch einen noch besseren Service anbieten zu können. Durch die im Mai fertiggestellten Umbaumaßnahmen kann die GBA noch besser auf die Wünsche der Kunden eingehen. In Hameln ist eine vollständig autarke Abteilung entstanden, die unter Reinraumbedingungen arbeitet. Die neuen Räumlichkeiten sind von den üblichen Analysen im Haus getrennt, um eine mögliche Kontaminierung garantiert auszuschließen.

Mit der Erweiterung konnten die Prozesse optimiert werden und Allergene (bzw. ELISA und PCR Methoden) können nun noch schneller aufgearbeitet werden. Zudem ist es durch die Erweiterung möglich, größere Serien pro Parameter zu analysieren und somit die Ergebnisse noch schneller zu liefern. Mit den Expressanalysen wie ELISA und der PCR Methode liegen schon nach drei Tagen Ergebnisse vor. 

Bei Fragen zu diesen Themen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung. 

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH
Herr Muharrem Persen
Tel. +49 (0)5151 / 98 49 – 0

 
 

Themenserie Superfoods & Markttrends: Moringa

von Julia Bartels, GBA Gruppe

Der Moringabaum ist unter verschiedenen Namen wie Meerrettichbaum, Trom­melstockbaum und sogar Wunderbaum bekannt, wobei sein botanischer Name Moringa oleifera lautet. Der Name Meerrettichbaum leitet sich von den im Baum vorhandenen Senfölglykosiden ab. Die Senfölglykoside verleihen den Wur­zeln einen meerrettichähnlichen Geruch und den Blättern einen scharf­würzigen Bei­geschmack, weshalb die englischen Kolonialherren die essbaren Wurzeln zunächst als Meerrettichersatz verwendeten. Der Moringabaum stammt ur­sprünglich aus der Himalaya-Region in Nordwestindien. Während der Kolo­nialzeit wurde er von den Engländern in Indien entdeckt und dadurch in an­deren britischen Kolonien verbreitet. Heutzutage ist der Moringabaum welt­weit in den Tropen und Subtropen (insbesondere in afrikanischen, arabischen und südostasiatischen Ländern sowie auf den karibischen Inseln) vorzufinden.[1]

Eine Besonderheit des Moringabaumes ist sein schnelles Wachstum. Er kann monatlich bis zu 30 Zentimeter wachsen und innerhalb des ersten Jahres eine Höhe von acht Metern erreichen. Dieses Phänomen hängt mit dem Wachs­tums­hormon und Antioxidans Zeatin zusammen, welches in großen Mengen im Moringabaum enthalten ist und diesen so ungewöhnlich schnell wachsen lässt. Zu dem charakteristischen Aussehen eines Moringabaumes gehören ein kurzer, angeschwollener Baumstamm sowie lange, herabhängende Bohnenfrüchte, die wie Trommelstöcke aussehen. Daher auch der Name Trommelstockbaum. Zu­sätzlich weist der Moringabaum viele verzweigte Äste auf, die mit ovalen Blät­tern und cremefarbenen Blüten versehen sind. In den essbaren Blüten befinden sich Samen, die zur Gewinnung von Öl und Pulver verwendet werden können. Das gewonnene Öl findet eine breite Anwendung in der Ernährung, als Schmier­öl, als Grundlage zur Herstellung von Salben, Seife und Kosmetika oder als Biodiesel. Die Nutzung des gewonnenen Pulvers ist ebenfalls besonders hervor­zuheben. In den Herkunftsländern wird dieses zur Aufbereitung des Trink­wassers verwendet. In dem Pulver bzw. in dem Samen ist ein natürliches Flo­ckungs­mittel (Protein) enthalten, welches Schmutzteilchen im Wasser binden und ausfällen kann.[1,2,3]

Da fast alle Pflanzenteile des Baumes verwertbar sind und diese eine hohe Nährstoffdichte aufweisen, wird der Moringabaum, wie bereits erwähnt, auch als Wunderbaum bezeichnet.[1] In vielen Ländern wird Moringa aufgrund der beson­deren Nährstoffdichte nicht nur als ein Nahrungsergänzungsmittel, sondern auch als ein traditionelles Heilmittel hochgeschätzt. Für die These, dass Morin­ga Krankheiten heilen kann, konnten bis jetzt jedoch keine auf wissenschaft­lichen Studien fundierten Nachweise erzielt werden.[3] Dennoch wird Moringa häufig als die nähstoffreichste Pflanze der Welt bezeichnet. Insgesamt soll es 90 verschiedene Nährstoffe in sich vereinen und besonders reich an Proteinen, Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen sein. Laut Hersteller­aussagen soll Moringa unsere einheimischen Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse im Bezug auf den Nährstoffgehalt bei weitem übertreffen. Allerdings wird hierbei getrockne­tes Moringapulver mit frischem Obst oder Gemüse ver­glichen und die Hersteller greifen auf 100 g getrocknetes Pulver zurück. Die verzehrübliche Menge liegt aber bei etwa 10 g Moringapulver. Werden die Nähr­stoff­gehalte auf übliche Ver­zehr­mengen bezogen, so sind diese nicht mehr höher als bei frischem Obst oder Gemüse.[1,4] Schlussendlich lässt sich sagen: Moringa hat ein breites Nähstoffspektrum und stellt eine nährstoffreiche Abwechslung auf dem Spei­se­plan dar, ist jedoch auch „nur ein normales“ Lebensmittel und kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Die GBA Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, Sie über Markttrends in der Lebensmittelbranche zu informieren. Bei Fragen zu diesem oder einem anderen Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie hierfür Ihren persönlichen Kundenbetreuer oder
 
GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH
Frau Julia Bartels
Tel.: +49 (0)40 797172-0

 

Literatur:
[1] www.zentrum-der-gesundheit.de/moringa-oleifera.html, Stand 06.06.2018
[2] www.geo.de/wissen/gesundheit/18123-rtkl-superfood-moringa-das-powerfood-aus-indien, Stand 06.06.2018
[3] www.cvuas.de/pub/beitrag.asp?subid=1&Thema_ID=2&ID=2219, Stand 06.06.2018
[4] projekte.meine-verbraucherzentrale.de/moringa, Stand 06.06.2018


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