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Wissen, was drin ist.

Newsletter

April 2015

•  Pseudomonas aeruginosa in Wasserzählern
•  Themenserie Mikrobiologie: Hefen
•  Förderung des wissenschaftlichen 
    Nachwuchses
•  Neuer Standort in Gelsenkirchen

 

Liebe Leserinnen & Leser,

neben spannenden Themen aus der Lebensmittel- und Umweltanalytik erhalten Sie Einblicke in unsere Sponsoring-Aktivitäten und unseren neuen Standort in Gelsenkirchen.

Viel Spaß beim Lesen!
Ihre GBA Laborgruppe

 
 

Pseudomonas aeruginosa in Wasserzählern

von Dr. Sven Steinhauer und Carsten Schaffors, GBA Laborgruppe

Nachdem Untersuchungen von Wasserzählern auf Pseudomonas aeruginosa positive Befunde ergeben haben, wurden umfangreiche Nachforschungen angestellt. Man wollte herausfinden, ob es sich dabei um einen Einzelfall oder ein grundlegendes Problem handelt. Das niedersächsische Landesgesund­heitsamt hat daher die in 2014 eingebauten Wasserzähler untersuchen lassen. Anhand der Befundlage muss von einer unregelmäßigen aber dennoch systematischen Kontamination ausgegangen werden.

Für die Kalibrierung von Wasserzählern werden diese mit Wasser gefüllt. Ein gewisser Anteil verbleibt im Anschluss als Restwasser im Zähler. Bei der Untersuchung der Wasserzähler und dem Bericht an die Gesundheitsämter in den verschiedenen Bundesländern kam es zu unterschiedlichen Meinungen über die Art von Probenahme und Untersuchung und die Ergebnisdarstellung. Eine einheitliche Vorgehensweise musste gefunden werden, um Ergebnisse auch miteinander und nachvollziehbar vergleichen zu können.

Der DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. veröffentlichte nun in der twin Nr. 10 – Information des DVGW zur Trinkwasser-Installation ein harmonisiertes Verfahren, das die Ad Hoc-Gruppe zu Probenahmetechniken des DVGW auf Basis verschiedener bereits vorhandener Probenahmevor­schriften erstellt hat. Die „Anleitung zur Probenahme aus Wasserzählern zwecks mikrobiologischen Untersuchung auf Pseudomonas aeruginosa“ gibt den Beteiligten eine wissenschaftlich abgesicherte Arbeitshilfe an die Hand, die ein einheitliches Vorgehen ermöglicht. Die Ad hoc-Gruppe setzt sich zusammen aus Vertretern von Wasserversorgungsunternehmen, Trinkwasser­laboratorien, des VDDW (Verband der deutschen Wasser- und Wärmezähler Industrie e.V.) und Gesundheitsämtern.

Auch wenn durch stichprobenartige Kontrollen der Endprodukte eine hygienische Unbedenklichkeit für eine gesamte Charge nicht zweifelsfrei sichergestellt werden kann, dient sie doch dazu die Qualität im Produktionsprozess bis zur Lagerung zu überprüfen.

Die GBA Laborgruppe begrüßt die Standardisierung von Probenahmetechniken dieser Art, denn als nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 akkreditiertes und damit auch direkt betroffenes Labor für Probenahme und Untersuchung, auch von Trinkwasserproben, sind hohe Qualitätsansprüche für unsere analytischen Dienstleistungen ein wesentlicher Faktor. Dazu gehört die direkte Beteiligung in Arbeitsgruppen, z.B. auch in denen des DVGW, um die Anforderungen des Marktes zu beobachten, das Labor in Verfahren und Techniken auf dem aktuellen Stand zu halten und nicht zuletzt Sie, als unsere Leser und Auftraggeber über die aktuellen Entwicklungen am Markt informieren zu können.

Sollten Sie Fragen zu diesem oder anderen analytischen Themen haben, dann kontaktieren Sie uns gerne.

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH
Herr Dr. Sven Steinhauer
Tel.: +49 (0)40 797172-0


Literatur:
DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.: Anleitung zur Probennahme aus Wasserzählern zwecks mikrobiologischer Untersuchung
auf Pseudomonas aeruginosa. URL: http://www.dvgw.de/fileadmin/dvgw/wasser/installation/twin10_2015_03.pdf, Stand 14.04.2015

 
 

Themenserie Mikrobiologie: Hefen

von Mareen Lehmann, GBA Laborgruppe

Hefen sind hauptsächlich einzellig wachsende Pilze (Sprosspilze). In der Nahrungsmittelindustrie gelten Sie nicht nur als Verderbniserreger, sondern finden vielfältige Anwendungen bei der Herstellung von Lebensmitteln. So würde ein Kuchen nicht „aufgehen“, wenn diesem keine Backhefe (Saccharomyces cerivisiae) zugesetzt werden würde. Es gäbe weder Biere noch Weine, in der Form wie wir sie kennen, wenn nicht auf untergärige oder obergärige Hefen bzw. spezielle Weinhefekulturen zurückgegriffen werden könnte. Unter anaeroben Bedingungen (ohne Sauerstoff) vollziehen Hefen hierbei eine alkoholische Gärung, wobei sie sich gar nicht bzw. nur gering vermehren. Bei vorhandenem Sauerstoff (aerobe Bedingung) kommt es jedoch neben der Bildung von viel Kohlendioxid und hingegen wenig Alkohol zu einem intensiven Wachstum. Dies zeigt, dass zum Leben und Wachsen von Hefen bestimmte Umgebungsbedingungen (z.B. Feuchtigkeit, Temperatur, Säuregrad, Sauerstoffgehalt) vorherrschen müssen.[1]

Viele der zum Verderb von Nahrungsmitteln führenden Hefen gehören zur Klasse der Ascomycetes (z.B. Schizosaccharomyces pombe).[2] Da Hefen ubiquitär vorkommen und sich über die Luft verbreiten, sind sie auf vielen pflanzlichen Rohstoffen zu finden. Bei der Weiterverarbeitung muss somit zwingend darauf geachtet werden, dass kein von Hefen befallenes Material verwendet wird. Erhebliche Qualitätsmängel (z.B. sichtbarer Belag, unerwünschte Geruchsstoffe, Verderb) wären die Folge. Zudem ist nicht auszuschließen, dass durch Hefen gebildete Stoffwechselprodukte wiederum als Nahrungsquelle für andere Mikroorganismen dienen können.

Bei der Herstellung von Milch- und Milchprodukten kann die Ursache für einen Verderb durch Hefen sehr unterschiedlich sein. Sowohl durch kontaminierte Verpackungen aber auch durch unzureichende Lagertemperaturen können Gasbildung oder ein alkoholischer Geruch entstehen und somit einen Hinweis auf einen mikrobiellen Verderb geben. In geschlossenen Verpackungen kommt es durch Kohlendioxid-Bildung zu sogenannten Bombagen (Aufblähen der Packung).

Hefen, die vor allem auf zuckerhaltigen Lebensmitteln (mit geringem aw-Wert/ Wasseraktivität) wachsen, werden als osmotolerant oder osmophil bezeichnet. Sie bilden über einen verhältnismäßig langen Zeitraum beträchtliche Mengen an Kohlendioxid. Häufigster Vertreter ist Zygosaccharomyces rouxii.[3]

Generell sind Hefen für den Menschen nicht pathogen und führen nur in seltenen Fällen zu Lebensmittelvergiftungen. Sie können jedoch fakultativ pathogen wirken, wenn die betroffene Person bereits durch andere Erkrankungen ein geschwächtes Immunsystem hat.[1] Möglich sind auch Vergiftungen durch andere toxinbildende Organismen, die sich aufgrund der entstandenen Stoffwechselprodukte auf dem Lebensmittel ansiedeln und verbreiten.[3]

Haben Sie weitere Fragen, dann kontaktieren Sie Ihren persönlichen Kundenbetreuer oder

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH
Frau Heike Schlechte
Tel.: +49 (0)40 797172-0


Literatur:
[1] Klein, G., Schütze, B.: Handbuch der mikrobiologischen Beurteilung von Lebensmitteln, 1. Auflage, Behr´s Verlag Hamburg, 2011
[2] Baumgart, J., Becker, B., Stephan, R.: Mikrobiologische Untersuchung von Lebensmitteln, 66. Aktualisierungs-Lieferung, Behr´s Verlag GmbH Co.KG, Hamburg, 2014
[3] Fiedler, B: Pathogene Mikroorganismen Hefen, 1. Auflage, Behr´s Verlag Hamburg, 2009

 
 

Die GBA Laborgruppe fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs

von Anika Prause (Mitglied AG JLC) und Sabine Gerkau, beide GBA Laborgruppe

Ende März fand in den Räumlichkeiten der Universität Hamburg das erste von jährlich zwei Bundestreffen der Arbeitsgruppe „Junge Lebensmittelche­mikerInnen“ (AG JLC) statt. Die AG JLC ist eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe der Lebensmittelchemischen Gesellschaft (LChG). Sie vertritt nicht nur die Interessen der jungen Lebensmittelchemiker in allen Ausbildungs- und Berufsbereichen, sondern bietet eine gute Option für den Erfahrungsaustausch, die Bildung von Netzwerken und für Einblicke in die berufliche Praxis. Die Mitgliederstruktur ist sehr vielfältig und fördert diesen dynamischen Austausch. Neben Studenten trifft man hier auch Doktoranden, Lebensmittelchemiker im Praktischen Jahr sowie Young Professionals.
Gerne hat die GBA Laborgruppe mit einer Sach- und Geldspende die Leit­gedanken der AG JLC unterstützt.

Europaweit gehört die GBA Laborgruppe mit ihren hochspezialisierten Bereichen der Lebensmittel-, Umwelt-, Bedarfsgegenstände- und Pharma­analytik zu den wachsenden Analyselaboratorien. „Es ist uns daher ein besonderes Anliegen, auf diese Weise den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern“, so Manfred Giesecke, geschäftsführender Gesellschafter der GBA Laborgruppe. „Wir sind stets auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern und haben hier die Möglichkeit, die GBA Laborgruppe als potentiellen Arbeitgeber vorzustellen“.

Die GBA Laborgruppe wünscht den jungen Wissenschaftlern alles Gute für die Zukunft sowie weiterhin viel Erfolg im Rahmen der Arbeitsgruppe!

 
 

Herzlich Willkommen an unserem neuen Standort in Gelsenkirchen

von Sabine Gerkau, GBA Laborgruppe

Ende März war es nun endlich soweit, der Umweltstandort Gelsenkirchen zog in neue Räumlichkeiten. Auf rund 1000 m² Laborfläche mit ca. 40 Mitarbeitern begrüßen wir Sie jetzt im Servicepark Emscherschnellweg. Aufgrund der Anforderungen des Marktes haben wir uns zum Ziel gesetzt, weitere Abläufe zu optimieren und die Laborräumlichkeiten dem neusten Stand der Technik anzupassen. Dabei spielen kurze Wege, interne Kommunikation und eine effizientere Probenbearbeitung eine wichtige Rolle.
Alle Ansprechpartner und Kontaktdaten stehen Ihnen natürlich weiterhin wie gewohnt zur Verfügung. Wir freuen uns, in neuen Räumlichkeiten mit dem altbewährten Team und in bekannter Qualität für Sie tätig sein zu dürfen.


GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH
Standort Gelsenkirchen
Bruchstraße 5c
45883 Gelsenkirchen

Tel. +49 209 97619-0
Fax +49 209 97619-785


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