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Wissen, was drin ist.

Newsletter

Januar 2015
  • Acrylamid in Lebensmitteln
  • Einhaltung von HALAL-Standards
  • 2015 – Das Jahr des Bodens
  • Zusammenarbeit LAT und LPU
  • BIOFACH in Nürnberg
  • 7. Food Safety Kongress Berlin
 

Liebe Leserinnen & Leser,

wir hoffen, Sie hatten alle einen guten Start ins neue Jahr! Auch 2015 präsentieren wir Ihnen mit unserem GBA-Newsletter wieder aktuelle und interessante Themen rund um analytische Dienstleitungen.

Viel Spaß beim Lesen!
Ihre GBA Laborgruppe

 
 

Acrylamid in Lebensmitteln

von Mareen Lehmann, GBA Laborgruppe

Immer wieder taucht in den Medien die Warnung vor Acrylamid in Lebensmitteln auf. Was aber ist Acrylamid? Wie kann es entstehen und wie kann ich mich da­vor schützen?

Acrylamid entsteht bei starker Erhitzung von kohlenhydratreichen Lebens­mitteln, wenn es zur Reaktion von reduzierenden Zuckern mit Eiweißbausteinen (z.B. Asparagin) kommt. Temperaturen um die 120 °C begünstigen die Bildung kleiner Mengen Acrylamid, während es ab 170 °C zu einem sprunghaften An­stieg kommt. Dabei ist es unabhängig davon, ob das Lebens­mittel gebacken, ge­grillt, geröstet, gebraten, frittiert oder getoastet wird.[1] Acrylamid ist demnach nicht nur ein Thema für Lebensmittelhersteller, sondern auch für die Gastro­nomie und den privaten Haushalt.

Acrylamid kann sowohl über die Nahrung als auch über die Haut oder die At­mung vom menschlichen Körper aufgenommen werden. In Tierversuchen konnte nachgewiesen werden, dass Acrylamid ein gesundheitsgefährdendes Potential hat. Dafür verantwortlich ist das in der Leber entstehende Glycidamid, das als erbgutschädigend und krebserregend eingestuft wird. Forscher schlie­ßen aus den vorliegenden Daten, dass sich das Krebsrisiko bei Verbrauchern aller Altersgruppen erhöhen kann.[2] Sie machen jedoch auch klar, dass eine Vermeidung der Aufnahme von Acrylamid praktisch unmöglich ist. Es wird jedoch geraten, Nahrungsmitteln einer schonenden Zubereitung zu unterziehen und somit den Gehalt an Acrylamid so gering wie möglich zu halten. „Gold statt braun“ ist dabei die Devise.[3]

Den höchsten Gehalt an Acrylamid haben Lebensmittel auf Kartoffelbasis, z.B. Chips, Pommes Frites, aber auch Getreideprodukte (z.B. Weihnachtsgebäck, Knäckebrot und Toast) und Kaffee (durch den Röstprozess). Die Europäische Kommission gab im November 2013 eine neue Empfehlung zur Untersuchung des Acrylamidgehaltes von Lebensmitteln heraus, die auf die gewonnenen Er­kenntnisse aus den vergangenen Jahren basiert.[4] Darin sind für bestimmte Lebensmittel Richtwerte definiert. Sollten diese überschritten werden, sollen Behörden und Hersteller gemeinsam die Ursache für den erhöhten Gehalt er­mitteln und diesen dann reduzieren.

Zudem gibt es einen Gutachtenentwurf der Europäischen Behörde für Lebens­mittelsicherheit (EFSA) zum Thema Acrylamid in Lebensmitteln und die gesund­heitlichen Auswirkungen in Folge dessen Aufnahme. Nach der endgültigen Ver­abschiedung des Entwurfs (voraussichtlich Juni 2015) könnten europäische und nationale Entscheidungsträger weitere Maßnahmen zur Minimierung der Ver­braucherexposition erwägen, welche sich in z.B. Empfehlungen zu Ernäh­rungsgewohnheiten bzw. Kontrollen bei der Lebensmittelproduktion äußern könnten.[5]

Die GBA Laborgruppe führt Untersuchungen zu Acrylamid durch und kann Sie umfassend zu diesem Thema beraten. Natürlich werden Sie umgehend über neue Entwicklungen informieren.

Bei Fragen kontaktieren Sie Ihren persönlichen Kundenbetreuer oder

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH
Frau Mareen Lehmann
Tel.: +49 (0)40 797172-0


Literatur:
[1] Thema Lebensmittel Acrylamid; Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES); Stand 07.01.2014
[2] Fragen und Antworten zu Acrylamid; Bundesinstitut für Risikobewertung; Stand 24.08.2011
[3] Acrylamid in Lebensmittel, Infografik; Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit; Stand September 2014
[4] Empfehlung (2013/647/EU) der EU-Kommission: Untersuchung des Acrylamidgehaltes von Lebensmitteln, Stand 07.01.2015,
eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2013:301:0015:0017:DE:PDF
[5] Gutachtenentwurf der EFSA: Acrylamid in Lebensmitteln gibt Anlass zur Sorge für öffentliche Gesundheit; Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit; Pressemitteilung 01.07.2014

 
 

Einhaltung von HALAL-Standards in der Lebensmittelindustrie

von Muharrem Persen, GBA Laborgruppe

Wie in vielen anderen Religionen gibt es auch im Islam besondere Speise-, Trink- und Schlachtvorschriften, die sogenannten HALAL Richtlinien. Für die Einhaltung der Halal-Standards kann sich ein Lebensmittel produzierendes Unternehmen zertifizieren lassen.

„Halal“ - ein arabisches Wort mit der Bedeutung „erlaubt“ oder „zulässig“ - umfasst alle Handlungen und Dinge, die aus islamischem Recht erlaubt sind. Das Gegenteil von „Halal“ ist „Haram“ und bezeichnet alles, was nach islamischem Recht, der Scharia, verboten ist.[1]

Für die Muslima und Muslime gelten hinsichtlich der Ernährung folgende Hauptkategorien als Haram[2]:
-    Schweine (umfasst alle Lebensmittel und Zutaten (auch Zusatzstoffe) aus
     Schwein)
-    Fleisch fressende Tiere, Raubvögel, Reptilien, Insekten, Amphibien
-    Nicht halal geschächtetes Tier, Opfertiere fremder Religionen
-    Blut
-    Krepierte Tiere, Aas
-    Alkohol und alle anderen berauschenden Produkte

Für eine Halal-Zertifizierung sollte eine lückenlose Halal-Konformität, vom Rohstoff bis zum Endprodukt, nachweisbar sein. Stichprobenartig sollte auf das Vorhandensein von Schweinerückständen und Alkohol geprüft werden.[1]

Die GBA Laborgruppe kann Sie bei der Umsetzung der Halal-Richtlinien in Ihrem Unternehmen analytisch unterstützen. Um auch die geringsten Kontaminationen auszuschließen, kann für die Reinheitsprüfung der Nachweis von Schwein mittels Real-Time PCR durch unser Labor durchgeführt werden. Mit dieser Methode ist es möglich Rückstände bis 0,01 % zu detektieren. Auch der Nachweis von Alkoholrückständen (mittels GC-FID) kann in unserem Hause durchgeführt werden.

Sollten Sie Fragen zu diesem Bereich haben, dann kontaktieren Sie uns:

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH
Herrn Muharrem Persen
Tel.: +49 (0)5151 / 98 49 – 0


Literatur:
[1] www.halal-zertifizierung.de/#Religion, Stand 07.01.2015
[2] www.eurohalal.eu/index.php/ueber-halal.html, Stand 07.01.2015

 
 

2015 – Das Jahr des Bodens

von Carsten Schaffors, GBA Laborgruppe

Das Jahr 2015 wurde von den Vereinten Nationen als Jahr des Bodens aus­gerufen. Durch Erosion, Vergiftung oder Versiegelung gehen weltweit Böden verloren, die für den Menschen lebenswichtig sind, da sie Nahrungs- und Futter­mittel sowie nachwachsende Rohstoffe bereitstellen. Zusätzlich filtern sie Schadstoffe, binden Nährstoffe und sichern als Wasserspeicher unsere Ver­sorgung mit Trinkwasser. Auch für den Klimaschutz sind die Böden ent­scheidend, da sie mit etwa 1,5 Billionen Tonnen doppelt so viel Kohlenstoff speichern als in der Atmosphäre als Kohlendioxid (CO2) vorhanden ist. [1] Jährlich gehen weltweit etwa 10 Millionen Hektar Boden verloren. Ein Viertel der gesamten Bodenfläche enthält heute schon deutlich weniger Humus und Nährstoffe als noch vor 25 Jahren oder lässt sich gar nicht mehr als Ackerland nutzen. Aufgrund des Bevölkerungswachstums stehen jedem Menschen sta­tistisch gesehen bis 2050 nur noch halb so viel Ackerland zur Verfügung. [1] Politische Maßnahmen sind deswegen dringend gefordert, die einer Boden­degradation entgegen wirken und einen fairen Zugang zu fruchtbaren Boden ermöglichen. In der Auftaktveranstaltung zum 1. Internationalen Weltbodentag am 05. Dezember 2014 in Berlin haben Umweltbundesamt (UBA), die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und das Pots­damer Nachhaltigkeitsinstitut IASS (Institute for Advanved Sustainability Stu­dies) die gleiche Meinung vertreten, dass nur zu treffende wirksame interna­tionale Übereinkommen die Böden nachhaltig schützen können. Im laufenden Jahr wird es viele Veranstaltungen auch in Deutschland geben, die sich mit diesem Thema befassen. Auf der Homepage des Umweltbundesamtes () und unter finden Sie Hinweise zu Veranstaltungen und einen Reiseführer zu den Böden Deutschlands.

Literatur:
[1] Presseinfo Nr. 55 vom 05.12.2014, Gemeinsame Pressemitteilung von Umweltbundesamt (UBA), Deutscher Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und dem Potsdamer Nachhaltigkeitsinstitut IASS

 
 

Intensivierung der Zusammenarbeit von LAT und LPU: Die beiden Pharma-Unternehmen der GBA Laborgruppe verschmelzen

von Carsten Schaffors, GBA Laborgruppe

Mit Wirkung zum 01.01.2015 ist die LAT GmbH Dr. Tittel, Gräfelfing, auf die LPU Labor für Pharma- und Umweltanalytik GmbH (Sitz in Martinsried) verschmolzen worden. Mit diesem Schritt ist der Startschuss für eine intensive und enge Zusammenarbeit der beiden Unternehmen der GBA Laborgruppe gefallen, um die Qualität und Effizienz der im Süden von München lokalisierten Standorte für Sie als unsere Auftraggeber weiter zu steigern. Sowohl der Standort Am Haag 4 in 82166 Gräfelfing (ehemals LAT GmbH Dr. Tittel), als auch der Standort der LPU, Fraunhofer Str. 11 a in 82152 Martinsried, bleiben erhalten. Herr Dr. Franz Kelnhofer, der seit dem 01. Dezember 2011 Geschäftsführer der LAT GmbH Dr. Tittel ist und diesen Posten auch seit dem 01. August 2014 bei LPU bekleidet, bleibt weiterhin der Geschäftsführer des nun gemeinschaftlich als LPU Labor für Pharma- und Umweltanalytik GmbH firmierenden Unternehmens. Auch Ihre persönlichen Ansprechpartner und Rufnummern ändern sich für Sie nicht, so dass Sie wie gewohnt Kontakt mit uns aufnehmen können. Sie erreichen uns:

LPU Labor für Pharma- und Umweltanalytik GmbH
Fraunhoferstraße 11 a
82152  Martinsried
Tel.: +49 (0)89 / 899 229-0


LAT seit dem 01.01.2015:
LPU Labor für Pharma- und Umweltanalytik GmbH
Am Haag 4
82166  Gräfelfing
Tel.: +49 (0)89 / 85 89 67-0

 
 

GBA-Mitarbeiter feiern Jubiläen

von Sabine Gerkau, GBA Laborgruppe

Die GBA Laborgruppe beendete das eigene 25. Jubiläumsjahr im Dezember 2014 mit der Ehrung von Betriebszugehörigkeiten. Insgesamt wurden 10 Mitarbeiter der GBA Laborgruppe für ihre langjährige Tätigkeit, ihren Einsatz und ihre Loyalität (10, 20 und 25 Jahre) im Unternehmen geehrt. Darüber hinaus hatten 3 Geschäftsführer ihr 20-jähriges Dienstjubiläum: Herr Manfred Giesecke (geschäftsführender Gesellschafter), Herr Ralf Murzen (Geschäftsführer Umwelt) und Herr Carsten Schaffors (Geschäftsführer der Bereiche Marketing/Vertrieb, IT, Einkauf und Controlling).
Langjährige Betriebszugehörigkeiten sind immer ein gutes Zeichen für die Mitarbeiterzufriedenheit im Unternehmen. „Wir sind ständig bestrebt, unsere Mitarbeiter weiterzuentwickeln, denn die langjährige Erfahrung ist das wertvollste Gut im Bereich der Analysedienstleistungen“, so Manfred Giesecke, „nur durch analytische Kompetenz in der Branche sowie den Aufbau von speziellen Arbeitsschwerpunkten ist es der GBA Laborgruppe gelungen, sich zu einer festen Größe im Markt zu etablieren“.

 
 

BIOFACH – Die Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel

von Sabine Gerkau, GBA Laborgruppe

Erstmalig wird die GBA Laborgruppe auf der BIOFACH in Nürnberg vom 11.02 – 14.02.2015 mit einem Messestand in Halle 6, Stand 113 vertreten sein. Für das nationale sowie internationale Publikum stehen wir für Fragen und Beratungen rund um unser vielfältiges Analyseportfolio gerne zur Verfügung. Getreu nach dem Motto „Bio ist mehr als ein Siegel oder eine Zertifizierung, Bio steht für Qualität und Überzeugung“ möchten wir anknüpfen. Wir sind der kompetente Partner an Ihrer Seite und unterstützen Sie in der Qualitätssicherung Ihrer Bio-Lebensmittel. Besuchen Sie unsere Lebensmittelexperten vor Ort – wir freuen uns auf Sie!

Für einen persönlichen Termin an unserem Messestand kontaktieren Sie uns bitte:

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH
21073  Hamburg
Tel.: +49 (0)40 797172-0

 
 

7. Food Safety Kongress in Berlin

von Sabine Gerkau, GBA Laborgruppe

Ein Pflichttermin für die GBA Laborgruppe! Dieses Jahr findet der 7. Food Safety Kongress am 24. und 25. Februar 2015 in Berlin in den Veranstaltungsräumlichkeiten des nhow Hotels statt. Unter dem Leitgedanken „Vertrauen in Lebensmittel - Vom Erzeuger bis zum Verbraucher“ treffen sich hochkarätige Lebensmittelexperten aus Handel und Industrie.

Die GBA Laborgruppe wird hier mit einem Stand vor Ort vertreten sein. Des Weiteren wird Dr. Sven Steinhauer, Leiter der Abteilung Forschung & Entwicklung, am Mittwoch, den 25. Februar um 12:30 Uhr einen Vortrag über „Die moderne Analytik – Möglichkeiten und Grenzen“ halten. Thematisiert werden u.a. die Entwicklung der Analytik, Bewertung unter toxikologischen Aspekten, das neutrale Ergebnis im medialen Umfeld und die rechtssichere Beurteilung von „neuen“ Analyten.

Das vollständige Programm können Sie bei uns auf der Homepage downloaden unter .
Als Kunde der GBA Laborgruppe erhalten Sie 15% Rabatt auf die angegebene Kongressgebühr des Veranstalters.

Kontaktieren Sie uns gerne, wir lassen Ihnen weitere Informationen zukommen:

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH
Herr Dr. Sven Steinhauer
Tel.: +49 (0)40 797172-0


Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


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