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Allgemeine Informationen über Asbest

Asbest ist der Oberbegriff für sämtliche natürlich vorkommende, faserartige Silikat-Minerale, welche nach der weiteren Verarbeitung als technische Werkstoffe verwendet werden können. Aufgrund des sehr dünnen Faserdurchmessers von ungefähr 2 Mikrometern ist eine hohe Haltbarkeit garantiert. Die besondere chemische Widerstandsfähigkeit ist außerdem durch eine äußerst hohe Zugfestigkeit sowie Elastizität und eine Hitzebeständigkeit bis ca. 1000 °C begründet. Auch die gute Bindefähigkeit mit anderen Materialien war der Auslöser dafür, dass Asbest ab den 1930er Jahren in zahlreichen Produkten wie Faserzement, Platten für den Hochbau, Brems- und Kupplungsbeläge, Dichtungen und Formmassen Verwendung fand.
Nachdem Asbest 1970 als eindeutig krebserregend anerkannt wurde, ist die Verwendung von Asbest in sämtlichen Produkten schrittweise verboten worden. Die äußerst dünnen Fasern besitzen die Eigenschaft, sich in immer kleinere Faserstücke zu zerteilen und so eine leichte Einatmung von Asbest zu ermöglichen. Derartige Fasern können langfristig in der Lunge bestehen und so das Lungengewebe reizen. Als Folge dessen kann nun eine sogenannte Asbestose oder Lungenkrebs hervorgerufen werden. Die Latenzzeit, also die Zeit, bis eine Erkrankung ausgelöst wird, ist vergleichsweise lang und beläuft sich auf bis zu 40 Jahre.

Asbesthaltige Teerpappenabfälle

In der Vergangenheit wurde Asbest in Dachpappen zur Verstärkung des Trägermaterials eingesetzt, aber auch bedingte Asbestbelastungen durch Splitt-Bestreuungen sind berichtet worden. Daher ist eine fachgerechte Entsorgung essenziell.

Im Juli 2018 wurde das Merkblatt zur Entsorgung teerhaltiger Dachpappenabfälle der Sonderabfallgesellschaft Brandenburg Berlin mbH (SBB), mit dem Beschluss, dass asbesthaltige Teerpappenabfälle eindeutig zu identifizieren sind, aktualisiert. Die asbesthaltigen Abfallchargen müssen gesondert von den asbestfreien Material gesammelt, transportiert, gelagert und entsorgt werden. Ziel ist, dass keine belasteten Dachpappenabfälle mehr als Brennstoffe verwendet werden, so dass keine Fasern freigesetzt werden. Hierbei ist eine Nachweisgrenze von deutlich unter 0,1 Ma % zu gewährleisten. Die Matrix in Kombination mit der sehr geringen Nachweisgrenze ist nicht trivial, so dass nur wenige Labore diese Analytik zuverlässig und in einer hohen Qualität anbieten können.

Die leistungsstarken und spezialisierten Standorte der GBA Group sind in der Lage in kurzer Zeit eine zuverlässige Analytik gemäß den Anforderungen der SBB auf Asbest/KMF mit einer Nachweisgrenze von bis zu 0,001 Ma % gemäß Anhang B der VDI3866 (Blatt 5) in Kombination mit der PAK- Analytik anzubieten, so dass Sie Ihre Dachpappenabfälle ohne lange Wartezeit zur Entsorgung andienen können.

Als Privatperson bedeutet dies, dass auch Kleinstmengen vor Entsorgung durch ein Fachlabor zu untersuchen sind. Handwerker, insbesondere Dachdecker sollten eine Analytik der Bausubstanz vor Beginn der Arbeiten durchführen lassen, so dass die Arbeitschutzmaßnahmen entsprechend gewählt werden können.

Fragen zu diesem Thema und die individuelle Umsetzung beantworten Ihnen gerne unsere Experten in einem persönlichen Gespräch.

Kontakt
GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH
Standort Berlin
Hohenzollerndamm 152
14199 Berlin

Ihr dortiger Ansprechpartner:
Herr Michael Naggert
0173 - 889 41 89 oder
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