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Umsetzung EU weiter Leitlinien zur Mineralölanalytik

Die Belastung von Lebensmitteln mit Mineralölrückständen (MOH – mineral oil hydrocarbons) ist nach wie vor ein relevantes Thema für die Lebensmittelindustrie. Obwohl die toxikologische Wirkung von Mineralölbestandteilen im menschlichen Organismus noch nicht abschließend geklärt ist, konnten Studien belegen, dass sich die MOSH-Fraktion in menschlichem Gewebe anreichert und negative Effekte in der Leber verursachen kann. Für die MOAH-Fraktion (mineral oil aromated hydrocarbons) sind genotoxische Effekte nicht auszuschließen.

Die Europäische Union unternimmt aktuell Anstrengungen, um die Exposition der Verbraucher mit MOH aus Lebensmitteln zu überwachen. In der Empfehlung der EU 2017/84 der Kommission werden die Mitgliedstaaten dazu angehalten, eine Erhebung der Mineralölgehalte in den verschiedensten Lebensmittelgruppen durchzuführen.

Hierfür wurde eine Task Force vom Referenzlaboratorium der Europäischen Union für Lebensmittelkontaktmaterialien (EU-RL) gegründet, welche einheitliche Leitlinien für die Probenahme, Analyse und Berichterstattung der Überwachung erarbeitet hat. Diese Leitlinien stehen den Mitgliedstaaten seit Anfang 2019 in dem Report des JRC (joint research center) „Guidance on sampling, analysis and data reporting for the monitoring of mineral oil hydrocarbons in food and food contact materials“ zur Verfügung.
 
Auch die GBA Group hat die Standards des JRC Guidance in ihre bestehende MOSH/MOAH Analytik implementiert. Das GBA Labor führt die MOSH/MOAH Analytik bereits seit einigen Jahren gemäß DIN EN 16995 und den Empfehlungen des BfR erfolgreich durch unter Einsatz modernster Analysentechnik und entsprechend geschultem und erfahrenem Personal.
 
Neue Standards werden in den Leitlinien des JRC bezüglich der Bestimmungsgrenzen für MOH in verschiedenen Lebensmittelgruppen und Lebensmittelkontaktmaterialien definiert.
 
In diesem Zusammenhang stellt das weitere Absenken der Bestimmungsgrenzen vor allem in fetthaltigen Matrices eine Herausforderung dar. Da der Fettgehalt in der MOSH/MOAH Analytik limitierend für die Probenaufgabe und somit die Bestimmungsgrenze ist, wurde ein weiterer Probenaufarbeitungsschritt für die Fettentfernung eingeführt. Hierdurch ist es möglich, für Fette und Öle statt der bisherigen 2 mg/kg zukünftig eine Bestimmungsgrenze von 0,5 mg/kg zu erreichen. Durch eine Optimierung der Aufkonzentration wurden in diesem Zuge ebenfalls in fetthaltigen Matrices (> 4% Fett) und fettarmen Lebensmitteln (< 4% Fett) die Bestimmungsgrenzen entsprechend verbessert.
 
Die in der GBA Group etablierte MOSH/MOAH Analytik entspricht somit in der Probenaufarbeitung, Messung und Auswertung den beschriebenen Standards des JRC Dokuments. Durch die optimierte Umstellung der Aufarbeitung ist die Mineralölanalytik der GBA Group entsprechend der EU weiten Leitlinien auch für die aufgeführten niedrige Bestimmungsgrenzen einsetzbar. Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Fragen zur Analytik von Mineralölrückständen haben – wir beraten Sie gerne und finden eine Lösung für Sie.

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